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Fotoausstellung – Auf der Suche nach dem Licht
Auf der Suche nach dem Licht an ganz verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Aufnahmesituationen fündig geworden sind die drei Fotografen Julia Scheel, Günter Stiegler und Ulrich Rogalski: in der Pfalz, in den Hafengebieten von Mannheim und Ludwigshafen, am Rhein bis hinunter nach Düsseldorf, auf einer Nordseeinsel, in der Schweiz und über den Atlantik hinweg in Chile in der Atacama Wüste.
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Die mit Schwarzweiss-Infrarotfilm aufgenommenen Landschaftsbilder von Julia Scheel entführen den Betrachter in eine traumhaft scheinende Wirklichkeit, in der die Wahrnehmung um einen normalerweise nicht sichtbaren Anteil langwelligen Lichtes erweitert ist. Landschaften werden in ungewohnte und interessante Tonwerte umgesetzt: Lebendiges Grün erscheint weiß („wood effect“), blauer Himmel, Felsen und Wasser dunkel. Die Fotografin spürt den Strukturen und der ursprünglichen Wildheit der Natur ganz in der Nähe von menschlichen Siedlungsgebieten nach, oft unweit ihrer eigenen Wohnorte. Die Bilder entstanden zwischen 2006 und 2008 in der Umgebung von Landau, dem Pfälzer Wald, am Rhein in Düsseldorf und auf der Insel Sylt. |

Die schwarzweissen grafien von Günter Stiegler, aufgenommen in der Atacama Wüste in Chile und im Engadin, drücken durch den großen Blickwinkel die Weite der Wüsten- und Gebirgslandschaften aus. Durch die schwarzweisse Umsetzung des farbigen Realen wird eine Interpretation der Landschaften erreicht, die durch eine realistische farbige Wiedergabe nicht möglich ist. So erscheint der tiefblaue Himmel in 5000 m Höhe fast schwarz, der gleißend helle Wüstensand der Atacama fast weiss wie Schnee. Der Betrachter wird auf diese Weise mehr an das Empfinden dieser Landschaft als an die Realität herangeführt. Die Bilder machen auch darauf aufmerksam, dass selbst in so dünn besiedelten und lebensfeindlichen Gegenden immer wieder Spuren des Menschen zu finden sind und es auch dort keine unberührte Natur gibt. Die Bilder entstanden 2009.
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Hafenlandschaften zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung: Größtenteils verlassen, aber geprägt von den Ergebnissen menschlicher Betriebsamkeit, oft nur äußerst schwach mit Licht unterschiedlicher Herkunft beleuchtet - abhängig von Bewölkungssituationen und wechselnder künstlicher Beleuchtung. Das sind die Szenen, die Ulrich Rogalski zwischen 2002 und 2006 in zahlreichen nächtlichen Exkursionen, ausgerüstet mit Stativ, Spiegelreflexkamera und hochempfindlichem Film mit langen Belichtungszeiten in Mannheim und Ludwigshafen eingefangen hat. Die Motive sind dem ständigen Wandel des wirtschaftlichen Geschehens im Hafen unterworfen. Viele der gezeigten Orte sind heute nicht mehr zugänglich oder überhaupt nicht mehr vorhanden. |





